Bei Love geht es nicht um schlechte GefĂŒhle mit revolutionĂ€rem Anstrich wie Wut oder brutale Ehrlichkeit. Sondern um low energy feelings, denen eine politische Dimension hĂ€ufig abgesprochen wird. Love will diese GefĂŒhle nicht auflösen, zum Verschwinden bringen oder sie als Sackgasse vor dem grossen Durchbruch deuten. Denn es ist gar nicht klar, ob es besser wird. Es geht aber auch nicht um eine Stilisierung der schlechten GefĂŒhle als âtiefeâ oder âechteâ GefĂŒhle im Gegensatz zum VergnĂŒgen.
Was hat es mit der Aufmerksamkeit fĂŒr schlechte GefĂŒhle, fĂŒr queer negativity auf sich? Im Workshop möchte ich kurz erzĂ€hlen, was ich bis jetzt von Heather Love und von ihr aus gelesen und gehört habe. Folgende Fragen könnten wir z.B. diskutieren: Wie könnte eine Entindividualisierung von schlechten GefĂŒhlen versucht werden? (Wie z.B. im public feelings project mit der Frage: are you depressed? it might be political!?) Wie werden GefĂŒhlszustĂ€nde in aktiv und passiv eingeteilt und welche Bewertung passiert dabei? Welche GefĂŒhlszustĂ€nde gelten als politisch, sind âerlaubtâ und anerkannt, welche nicht? (Oder ganz andere Sachen.)
Den zweiten Teil der Diskussion, schlage ich vor, bastelnd zu fĂŒhren. Und damit entsteht aus dem Workshop vielleicht eine Dekoration fĂŒr das Fest oder sonst etwas. Material bringe ich mit.
â Workshops